Gewässerschutz- und Fischereigesetz: Gewässer und ihre Lebensräume im rechtlichen Spannungsfeld zwischen Schutz und Nutzung

24.11.2020 - 25.11.2020

Der Schutz der Gewässer mit dem Ziel die Gewässerqualität und ihre Biodiversität zu erhalten und nach Möglichkeit zu renaturieren, sind wichtige Gegenstände des Umweltrechts, die ausserhalb des Umweltschutzgesetzes geregelt sind. Der Kurs behandelt das Gewässerschutz- und Fischereigesetz mit den dazugehörigen Instrumenten und Prinzipien und zeigt das methodisch korrekte Vorgehen in Konfliktfällen zwischen Schutz und Nutzung auf.

Der Lehrgang steht unter der Schirmherrschaft des Bundesamts für Umwelt, der KVU Konferenz der Vorsteher der Umweltschutzämter, der KOK Konferenz der Kantonsförster und der VUR Vereinigung für Umweltrecht. Die Einzelkurse werden von der ÖBU, ARPEA, Ecoparc und der VUR empfohlen.

Worum geht es?

Gewässerschutz- und Fischereigesetz sind von zunehmender praktischer Bedeutung, gerade auch im Licht der Forderung nach Renaturierung der Gewässer, besserem Hochwasserschutz in Zeiten der Klimaänderung und erhöhtem Nutzungsdruck durch erneuerbare Energien. Heute sind kaum noch Vorhaben zur Nutzung der Gewässer denkbar, die nicht auf die eine oder andere Weise vom Gewässerschutz- und Fischereigesetz erfasst werden. Bei Genehmigungen, Bewilligungen und Entscheiden ist zwischen Schutz und Nutzung abzuwägen.

Die Teilnehmenden sind nach dem Kurs mit den wichtigsten Prinzipien, Inhalten und Instrumenten des Gewässerschutzes vertraut. Sie lernen die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Gesetzen und Verordnungen, damit sie gewässerschutzrechtliche Problemstellungen den relevanten Rechtsnormen zuordnen und einfache Konfliktsituationen methodisch korrekt bearbeiten können.

Zielpublikum

Der Kurs richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bund, Kantonen und Gemeinden, die mit dem Vollzug des Gewässerschutzes und des Grundwasserschutzes, mit Fragen zur Artenvielfalt an Gewässern oder mit Projekten zur Revitalisierung oder zum Schutz des Gewässerraums zu tun haben, an Umweltverantwortliche in Industrie, Gewerbe und Energieunternehmen, an Vertreter der Landwirtschaft, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Planungs- und Umweltberatungsbüros, die derartige Projekte betreuen sowie Natur- und Umweltschutzorganisationen.

Vorkenntnisse

Die Inhalte des Moduls „Umweltrecht für PraktikerInnen“, insbesondere die wichtigsten umweltrechtlichen Instrumente sowie die verfahrensrechtlichen Vorgehensweisen werden als bekannt vorausgesetzt. In diesem Kurs werden keine grundlegenden Prinzipien oder Instrumente des Umweltrechts behandelt.

Event location

Zollikofen
3052 Zollikofen